Digitale Patientendaten gut geschützt – Hausärzte-Chef: Patienten können unbesorgt sein

Baierbrunn (ots) – Dass ihre Gesundheitsdaten zunehmend digital dokumentiert werden, braucht Patienten nach Überzeugung von Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt keine Sorgen zu bereiten. Die Patientendaten seien selbstverständlich vor unerlaubtem Zugriff geschützt, betont der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands im Patientenmagazin „HausArzt“. „Die Sicherheitskriterien sind gesetzlich vorgegeben. Das ist natürlich extrem wichtig.“ Die Vorteile der Digitalisierung liegen laut Weigeldt auf der Hand. „Wir Ärzte müssen dokumentieren, das ist ja auch im Sinne der Patienten“, so der Mediziner. „Nur so weiß ich, welche Krankheiten in der Vergangenheit diagnostiziert, welche Medikamente verordnet, welche Fachärzte und welche Krankenhäuser aufgesucht wurden.“ Wichtig sei auch, dass all diese Daten zentral beim Hausarzt liegen. „Wenn dies digital geschieht, ist es natürlich für alle deutlich leichter und übersichtlicher. Das spart Zeit und Geld und kann im Notfall Leben retten.“

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Das Patientenmagazin „HausArzt“ gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 3/2017 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

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AOK Baden-Württemberg legt aktuelle Agenda Gesundheit vor

Stuttgart (ots) – Mehr Wettbewerbsimpulse der Politik unerlässlich – Direktverträge mit Kliniken ausbauen

60 Prozent der Menschen in Deutschland wollen, dass ihre Krankenkasse mehr Möglichkeiten erhält, die gesundheitliche Versorgung zu gestalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS im Vorfeld der Bundestagswahl im Auftrag der AOK Baden-Württemberg. „Wir haben durch Direktverträge gemeinsam mit den Ärztepartnern eine alternative ambulante Arztversorgung für mittlerweile 1,5 Millionen Versicherte geschaffen. Darauf wollen und können wir uns aber nicht ausruhen, denn die Entwicklung zur besseren Versorgung für unsere Versicherten ist längst nicht abgeschlossen“, so der Vorstandschef der AOK Baden Württemberg Dr. Christopher Hermann am Mittwoch (19.07.2017) in Stuttgart.

Die neue Bundesregierung müsse deshalb als bald deutliche Impulse für mehr Wettbewerb setzen und weitere Gestaltungsspielräume für innovative Vertragspartner schaffen. „Zupacken statt zuwarten heißt die Losung nach der Wahl. Das betrifft einmal mehr auch den Klinikbereich. Dort ebenfalls breit Direktverträge schließen zu können, würde vor allem Bewegung in Richtung mehr Qualität und zukunftsfähige Strukturen im Land bringen“, so der AOK-Chef weiter. Die AOK würde mit den Häusern gezielt kooperieren, die nachweislich Qualität anbieten. Sie sieht darin einen wesentlichen Schritt weg vom Preis- hin zu einem echten Qualitätswettbewerb im Interesse der Versicherten. Hermann: „Die AOK Baden-Württemberg steht dabei auch für die Übertragung der Finanzierungs- und Sicherstellungsverantwortung selbstverständlich zur Verfügung.“

Auch das weite Feld der Digitalisierung im Gesundheitswesen braucht laut AOK mehr politischen Mut und vor allem klare, verbindliche Rahmenbedingungen, die Handlungsdruck auslösen. „Hier muss die Politik den Handlungsrahmen vorgeben, andernfalls übernehmen private Großkonzerne den Markt“, betont Hermann. Die Telemedizin bringe besonders in strukturschwächeren Regionen Versicherten einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu ärztlicher Versorgung. Solche Innovationen funktionierten nur, wenn das Fernbehandlungsverbot weiter gelockert werde.

Dass der solidarische Ausgleich der Kassenfinanzen im sogenannten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) heute grundsätzlich gut funktioniere und gleichartige Wettbewerbsbedingungen unter den gesetzlichen Krankenkassen schaffe, ist für den Chef der Südwest-AOK unbestritten. Hermann: „Der Risikoausgleich führt zu gleichen Voraussetzungen unter den Kassen und zwingt sie dazu zu zeigen, ob und wie nachdrücklich sie tatsächlich dem stetigen Ausgaben- und Kostendruck begegnen.“

Die AOK Baden-Württemberg praktiziert etwa mit den von ihr durchgesetzten Arzneimittelrabattverträgen schon seit zehn Jahren erfolgreiches marktwirtschaftliches Kostenmanagement. Allein 2016 entlasteten sie ihre Versicherten damit um mehr als 210 Millionen Euro.

Hinweis an die Redaktionen:

Die „Agenda Gesundheit“ steht im Mediaportal der AOK Baden-Württemberg zum Download bereit: https://aok-bw-presse.de/agenda2017/

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Asthma und Kita – Das müssen Eltern wissen

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Baierbrunn (ots) – Anmoderationsvorschlag: Asthma ist eine chronische Entzündung der Bronchien, deren Ursache noch nicht gänzlich geklärt ist. In Deutschland leiden rund zehn Prozent aller Kinder unter dieser Krankheit. Medikamente und Asthmaschulungen helfen den Kleinen gut durch den Alltag zu kommen. Max Zimmermann berichtet:

Sprecher: Trotz der chronischen Erkrankung wollen und sollen die Jüngsten auch in eine Kita gehen. Wie aber ist das mit der Medikamentengabe vereinbar? Und dürfen Erzieher überhaupt Asthmasprays verabreichen, haben wir Chefredakteurin Stefanie Becker vom Apothekenmagazin Baby und Familie gefragt?

O-Ton Stefanie Becker: 13 Sekunden

Ja. Grundsätzlich dürfen sowohl Erzieher als auch Lehrer Kindern notwendige Medikamente geben, aber sie sind nicht dazu verpflichtet. Und da es bisher keine bundeseinheitliche Regelung gibt, bleibt diese Entscheidung auch den Kita-Trägern überlassen.

Sprecher: Hat man die richtige Kita für seinen Nachwuchs gefunden, müssen Eltern beim Anmeldungsgespräch aber unbedingt an diese Punkte denken:

O-Ton Stefanie Becker: 16 Sekunden

Ja, die Eltern sollten mit der Kita-Leiterin über die Erkrankung des Kindes sprechen und auch das ärztliche Attest, die Medikamente und eine schriftliche Ermächtigung dabeihaben. Und mit dieser Bevollmächtigung übertragen die Eltern ihre Personensorge auf die Erzieher, was die Verabreichung von Medikamenten betrifft.

Sprecher: Eltern können auch selber viel zum Wohlergehen ihres Kindes beitragen:

O-Ton Stefanie Becker: 19 Sekunden

Für das asthmakranke Kind ist es am Wichtigsten, dass die Eltern nicht rauchen und dass die Wohnung schimmelfrei ist. Und auch sollten der kleine Patient und die Eltern unbedingt eine Asthmaschulung besuchen, um dort alles Wissenswerte für den Alltag zu erlernen, wie zum Beispiel den Umgang mit der Krankheit oder welchen Sport das Kind treiben darf.

Abmoderationsvorschlag: Dieses Wissen soll Kindern und Eltern die Angst vor der Krankheit nehmen und ein möglichst unbeschwertes Leben ermöglichen, schreibt Baby und Familie.

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