GmbH-Bürgschaften: Um ein Geschäft gleich welcher Art zu bewerkstelligen, bedarf es beidseitigem Vertrauen. Oftmals muss dabei eine Partei mehr Vertrauen aufbringen als die Andere. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, kann eine Bürgschaft helfen.

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Bürgschaften haben etwas Anrüchiges. Dennoch geht es im Geschäftsleben kaum ohne. Diese Erfahrung machen viele Gesellschafter und Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften. Im Geschäftsleben ist es oft so, dass eine Seite in Vorlage treten muss und ihre Leistung erbringt, bevor dann die andere Seite ebenfalls leistet. Dieser Vorgang erfordert Vertrauen. Leider wird dieses Vertrauen immer wieder mal enttäuscht. Um vorzubeugen, bieten sich Sicherheiten an. Eine solche Sicherheit ist auch die Bürgschaft.

Wer als GmbH-Geschäftsführer bei seiner Bank einen Kredit wünscht, wird die Erfahrung machen, dass die Bonität der Gesellschaft allein zur Bewilligung des Kredits selten ausreicht. Die Bank wünscht eine Bürgschaft als Sicherheit. Dann heißt es für den Geschäftsführer und/oder auch den Gesellschafter, Farbe zu bekennen. Die Bank argumentiert nämlich gerne, dass es für den Geschäftsführer oder Gesellschafter kein Problem sein sollte, eine Bürgschaft zu stellen, wenn er von der Leistungsfähigkeit und Perspektive seines Unternehmens überzeugt ist. Wird die Bürgschaft verweigert, zieht die Bank daraus den Schluss, es fehle an Vertrauen in die Gesellschaft. Dann könne der Antragsteller auch nicht erwarten, dass die Bank Vertrauen aufbringe und auf die Bürgschaft als Sicherheit verzichtet. Das eigentlich begründete Argument des Geschäftsführers, er sei schließlich nur Angestellter der Gesellschaft, ist aus Sicht der Bank kein stichhaltiges Argument.

Alles in allem: Eine Bürgschaft und die Bereitschaft dazu schafft Vertrauen. Wer dann tatsächlich eine Bürgschaft leistet, sollte zumindest auf einige Gegebenheiten achten, um die Bürgschaft sachgerecht zu gestalten und das eigene Risiko einzugrenzen. So gilt es Vorsicht walten zu lassen, wenn eine Bürgschaft “zur Zahlung auf erstes Anfordern” oder eine „selbstschuldnerische Bürgschaft“ verlangt wird. Mit einer solchen Klausel verpflichtet sich der Bürge auf Verlangen des Gläubigers sofort zu leisten, ohne dass er den Gläubiger darauf verweisen kann, in diesem Fall die Gesellschaft vorrangig in Anspruch zu nehmen.

Ratsam ist, den Betrag der Bürgschaft in der Höhe zu begrenzen. Dann wird vereinbart, dass die verbürgte Kreditforderung einen bestimmten Betrag nicht übersteigen soll. Zugleich muss besprochen werden, ob auch Zinsen und andere Nebenforderungen einbezogen werden. Ferner kann die Bürgschaft zeitlich begrenzt werden. Wer eine Globalbürgschaft unterzeichnet, haftet für alle Verbindlichkeiten, die während der laufenden Geschäftsbeziehung entstehen. Bei der Kontokorrentkreditbürgschaft handelt es sich um eine Bürgschaft für Verbindlichkeiten aus laufender Rechnung.

Wie auch immer: Bürgschaften sind immer riskant. Ihr Risiko lässt sich bei Kapitalgesellschaften zumindest insoweit eingrenzen, als der Geschäftsführer sein eigenes Handeln kontrollieren kann und nur das verantworten muss, was er selbst veranlasst hat. Vertrauen hatte schon immer seinen Preis.