GmbH-Kapitalanleger: Gerade Unternehmen mit einer sehr guten Auftragslage oder einem hohen Grad an Innovativität finden immer wieder großes Interesse bei Kapitalanlegern, die sie sich an solchen Unternehmen mit sog. Risikokapital beteiligen wollen

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Die Risikobereitschaft der Banken an der Vergabe von Krediten ist in letzten Jahren offensichtlich erheblich gesunken. Was für Privatpersonen gilt, gilt in besonderem Maße auch für Kapitalgesellschaften. Gerade GmbHs haben es außerordentlich schwer, an Kredite zu kommen. Dies hängt damit zusammen, dass die Eigenkapitalquote und damit das Haftungskapital vieler GmbHs nur dem Mindeststandard entspricht, eine Vielzahl solcher Gesellschaften sich in die Insolvenz verabschiedet hat oder die Rendite einfach zu gering ist, um zusätzliche Belastungen für die Bedienung von Krediten sicherzustellen.

Allein der Umstand, dass eine Gesellschaft eine gute Auftragslage hat oder eine hohe Innovationsfähigkeit aufweist, ist für eine Bank noch lange kein Grund, einen Kredit zu gewähren. Selbst wenn ein Kredit in Aussicht gestellt würde, werden oft unverhältnismäßig hohe Sicherheiten verlangt. Insofern bietet es sich an, nach alternativen Möglichkeiten der Kreditgewährung Ausschau zu halten.

Das Zauberwort heißt Risikokapital. In USA ist Risikokapital eine vollkommen übliche Finanzierungsform. Ohne Risikokapital gäbe es kein Silicon Valley. Risikokapital ist Geld, das eine Privatperson oder ein institutioneller Anleger bereitstellt, um am Erfolg eines Unternehmens zu partizipieren. Dem Anleger ist dabei bewusst, dass er ein gewisses Risiko eingeht. In aller Regel wird er zwar auch daran interessiert sein, die wirtschaftlichen Hintergründe in Erfahrung zu bringen, wird diese aber nicht so bewerten, wie es Banken tun. Banken wollen kein Risiko. Dafür haben sie auch keinen Anteil am Gewinn. Ein Risikokapitalgeber profitiert aber gerade davon, dass sich ein Unternehmen in einer guten Entwicklungsphase befindet und möglicherweise eine Entwicklung nimmt, die alle Erwartungen übertrifft.

Im Idealfall beschränkt sich die Beteiligung des Risikokapitalgebers auf die Bereitstellung von Kapital. Mitspracherechte oder gar Entscheidungsbefugnisse in der Gesellschaft sollten außen vor bleiben. Zum Ausgleich des mit der Kreditgewährung verbundenen Risikos erwarten die Kapitalgeber verständlicherweise eine höhere Rendite, als die, die sie bei einer herkömmlichen Anlage ihres Geldes zu erwarten hätten.

Wichtig ist, dass die Geschäftsführung deutlich machen kann, welche Perspektiven bestehen. Nur dann lässt sich ein Kapitalgeber überzeugen, sich zu beteiligen. Regelmäßig erfordert dies die Vorlage eines mehr oder weniger detaillierten Businessplans. Im Einzelfall kann auch der Nachweis bestehender werthaltiger Aufträge genügen. Um einen Kapitalgeber zu begeistern, kommt es mithin darauf an, wie sich Geschäftsführung präsentiert. Unrealistische und überzogene Perspektiven schrecken eher ab. Gerade ein Kapitalgeber, der mit Risikokapital Erfahrungen gesammelt hat, dürfte in der Lage sein, unternehmerisches Potenzial richtig einzuschätzen und erkennt schnell, mit wem er es zu tun hat. Wenn er sich dann aber beteiligt und die Geschäftsführung ein seriöses Arbeiten an den Tag legt, stehen alle Türen offen.