Richtige Bewertung eines GmbH-Mantels

gmbhmantel kaufen

Wer einen GmbH-Mantel kauft, möchte sichergehen, dass sich darunter keine “heiße Luft” verbirgt. Manch ein Geschäftsführer ist versucht, seine GmbH zu “beerdigen” und sucht nur einen “Dummen”, der ihn, wenn auch nur scheinbar, von der Last seiner Verantwortung befreit.

Auch ein Mantel allein ist keine geeignete Grundlage für einen Start ins Unternehmerleben. Wichtig ist vielmehr, dass der GmbH-Mantel ein seriöses Angebot darstellt und nach dem Erwerb der Gesellschaftsanteile keine unliebsamen Überrachungen offenbart.

Wer eine bestehende GmbH erwerben möchte, ist also gut beraten, auf ein Angebot zurückzugreifen, das auf der Prüfung und Bewertung des Kaufgegenstandes beruht. Zur richtigen Bewertung eines GmbH-Mantels lassen sich einige Aspekte bezeichnen.

In die Bewertung fließt der Umstand ein, seit wann die GmbH besteht, welche geschäftlichen Aktivitäten sie bislang einfaltet hat und aus welchen Gründen der oder die Gesellschafter die GmbH aufgegeben haben. Idealerweise war die Gesellschaft bereits wirtschaftlich erfolgreich aktiv und verfügt über eine gute Reputation, die der Käufer natürlich nur nutzen kann, wenn er den Namen der Gesellschaft fortführt. Je länger das Gründungsdatum zurückliegt, desto mehr spricht dies für die Beständigkeit und Zuverlässigkeit der GmbH. Verfügt die GmbH zudem über aktuelle Bilanzen, die gewisse wirtschaftliche Aktivitäten dokumentieren, kann der Käufer nahtlos einsteigen und profitiert von der Bonität und der Reputation der Gesellschaft.

Es versteht sich von selbst, dass das satzungsmäßig bezeichnete Stammkapital der Gesellschaft noch vorhanden ist. Andernfalls riskieren die Gesellschafter eine persönliche Unterbilanzhaftung in Höhe der Differenz des fehlenden Stammkapitals.

Positiv ist, wenn die GmbH anhand entsprechender Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien überprüft wurde und eventuell bestehende Verbindlichkeiten, die sich vielleicht in den Bilanzen nicht wiederfinden, ausgeschlossen werden können. Soweit tatsächlich eine Verbindlichkeit bestehen sollte, muss der neue Gesellschafter bzw. sein Geschäftsführer davon ausgehen, dass die GmbH als fortbestehende juristische Person sich durch den Verkauf keinesfalls ihrer Verbindlichkeiten entledigen kann.

Grundlage des Kaufs ist mindestens die Vorlage einer Bilanz, aus der der Stand der wirtschaftlichen Gegebenheiten zum Zeitpunkt des Verkaufs erkennbar ist. Da nicht jeder gelernt hat, Bilanzen zu lesen und zu interpretieren und nicht gleich einen Steuerberater beauftragen möchte, ist es absolut positiv, eine GmbH dort zu kaufen, wo Prüfungen dieser Art bereits erfolgt sind und davon ausgegangen werden darf, dass das Ergebnis gewissenhaft und zuverlässig dokumentiert wird. Vom Kauf einer GmbH, wie sie beispielsweise in Sonntagszeitungen immer wieder angeboten wird, ist jedenfalls eher abzuraten.