Wie wichtig ist die Bonität bei Lieferantenkrediten?

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Bei einem Lieferantenkredit wird kurzfristig ein Darlehen an den Unternehmer gewährt. Der Lieferant räumt ein Zahlungsziel ein, behält sich bis zur Zahlung aber das Eigentum an der überlassenen Sache vor. Dies wird als Eigentumsvorbehalt bezeichnet. Zahlt der Kunde zum Beispiel innerhalb von zehn Tagen, wird ihm oft Skonto gewährt. Wichtig: Der Lieferantenkredit ist nicht selten mit hohen Zinssätzen verbunden, die sogar bis zu 40 Prozent erreichen können, wenn das Zahlungsziel bis zum letzten Tag in Anspruch genommen wird.

Bonität und Lieferantenkredit
Einem Erstkunden gewähren viele Lieferanten noch keinen Kredit. Der Grund: Sie können die Bonität desselben noch nicht einschätzen. Kommt er seinen Zahlungsverpflichtungen jedoch pünktlich nach, kann er damit rechnen, schon bei der nächsten Lieferung mit einem solchen Handelskredit bedacht zu werden. Dieser kann für den Unternehmer von Vorteil sein, wenn er zum Beispiel selbst auf Zahlungen wartet, mit denen er die Rechnung des Lieferanten begleichen möchte. Er bekommt sozusagen einen Zahlungsaufschub gewährt. Der als kurzfristiger Kredit eingestufte Lieferantenkredit wird daher auch in den Bereich der Unternehmensfinanzierungen eingeordnet.
Viele Verkäufer führen eine Liste, in die sie das Zahlungsverhalten der Kunden eintragen. Gleichzeitig sind sie damit in der Lage, die Bonität desselben einzuschätzen und können entsprechende Zahlungsziele gewähren. Die Bonität ist für einen Unternehmer daher sehr wichtig, denn nur dann, wenn er als zahlungsfähig eingeschätzt wird, kann er auch die Vorzüge eines Lieferantenkredites in Anspruch nehmen.

Gute Kunden und schwindende Bonität
Manchmal läuft ein Unternehmen nicht so, wie sich der Eigentümer der Firma dies wünscht oder vorstellt. Die Folge ist, dass die Zahlungsfähigkeit abnimmt. Für kurze Zeit kann dies mit Lieferantenkrediten überbrückt werden, auf Dauer jedoch ist deren Inanspruchnahme nicht empfehlenswert. Die zu zahlenden Zinsen können zwar steuerlich als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, müssen jedoch zuerst einmal getragen werden. Somit wird die Kasse des Unternehmens noch etwas mehr belastet. Kann dies nicht durch steigende Umsätze und Gewinne wettgemacht werden, so wird auf längere Sicht gesehen kein Lieferantenkredit mehr helfen. Kann der Unternehmer seine Rechnungen nicht pünktlich zahlen und wird das Zahlungsziel regelmäßig überschritten, wird der Verkäufer die Bonität als schlecht einstufen und kein Darlehen mehr gewähren. Dann heißt es für das Unternehmen, dass es Rechnungen sofort begleichen muss, teilweise wird dann die Lieferung nur noch gegen Vorkasse vorgenommen. Dies kann ein Schritt in die Insolvenz sein. Viele Verkäufer weigern sich auch gänzlich, einen Kunden zu beliefern, der offene Posten hat oder regelmäßig mit den Zahlungen im Rückstand ist.